Mein Reisetagebuch

Wenn man auf ein Ziel zugeht, ist es äußerst wichtig auf den Weg zu achten. Denn der Weg lehrt uns am besten, ans Ziel zu gelangen, und er bereichert uns, während wir ihn zurücklegen.  

(Paulo Coelho  - Auf dem Jakobsweg)

 


1. ... vom Rennsteig nach Erfurt

Es gibt den wunderschönen Begriff, der sich STERNSTUNDE nennt. Ein Begriff den ich für diese frühe Morgenstunde verwenden möchte. 

mehr lesen 4 Kommentare

2. ... von Erfurt zur Wartburg

Aus individualpsychologischer Sicht, habe ich heute besonders klare Vorstellungen von Bildern. Scheinbar leide ich nicht an den Mangel von Visionen. Schon bevor ich den Drahtesel besteige, sehe ich Getreidefelder mit Mohnblumen versetzt und dahinter die Wachsenburg. Und, ich sehe Kirschbäume. 

 

mehr lesen 0 Kommentare

3. ... an der Werra, Rhön und Pilgerhöhle

Eigentlich hätte der heutige Tag für Zwei gereicht. Als ich gestern mit Sandra telefonierte und mich für den Nachmittag ankündigte, hatte ich einfach keine Ahnung von der Quantenphysik. 

mehr lesen 3 Kommentare

4. ... nach Fulda und in das Königreich Flieden

Fast wäre ich schon um 6.00 Uhr aufgestanden, doch es sind nur die Regentropfen die am Dachfenster trommeln. Ich kuschle noch mal zurück und denke: „Jetzt schlafe ich noch mal ein.“ 

 

mehr lesen 0 Kommentare

5. ... auf der Via Regia, zum Froschkönig und Kaiser Barbarossa - von Schlüchtern nach Gelnhausen

Als die Sonne am Morgen in den Himmel steigt, ist dieser ohne Wolken und blau. Der fünfte Tag meiner Reise, gerät zunehmend unter Hochdruckeinfluss. 

 

mehr lesen 0 Kommentare

6. ... nach Frankfurt

Heute passiert eigentlich gar nicht viel und der ganze Tag ist in drei Sätzen aufgeschrieben. 

mehr lesen 0 Kommentare

7. ... an den Rhein

Falls ich mal die Zeit für ein Haustier finde, darf es ein Kater sein und er würde Garibaldi heißen. 

mehr lesen 3 Kommentare

8. ... im Hunsrück

Der Hunsrück ist ein sehr windiges Gebirgsland.

mehr lesen 0 Kommentare

9. ... nach Trier

Hurra, Ulli ist in Trier! 

Schon kurz nach dem Frühstück stelle ich die Weiche für den Tag. 

mehr lesen 2 Kommentare

10. ... in Trier

Leseratten-Kuscheltag!

 

mehr lesen 0 Kommentare

11. ... zwischen Saar und Mosel

„Mir ist es eingefallen, während ich Fahrrad fuhr.“ Schrieb Albert Einstein über die Relativitätstheorie.  

mehr lesen 1 Kommentare

12. ... nach Thionville vive la france

Mary winkt zum Abschied! Ich war ja auch ein lieber Gast, der die Betten abzieht, die Wäsche mit herunterbringt und im Garten Erdbeeren klaut. 

mehr lesen 5 Kommentare

13. ... nach Metz

Also, es fängt damit an, dass ich die Kapelle der Templer in Metz besuche und von Tanja Mouraud erfahre. 

mehr lesen 2 Kommentare

14. ... durch gallische Dörfer nach Nancy

Das normale Frühstück in Frankreich besteht aus einem Croissant und (heute) einem Kaffeegetränk. 

mehr lesen 0 Kommentare

15. Intermezzo

Intermezzo!

mehr lesen 3 Kommentare

16. ... in Metz (Teil 2)

Das Problem bei meinem Kurzzeitgedächtnis ist, dass die Kapazität wahrscheinlich stark begrenzt ist.

mehr lesen 3 Kommentare

17. ... in Nancy Teil 2

 

Offenbar hatte ich geschwänzt, als die Bescheidenheit im Umgang mit Bier gelehrt wurde.

mehr lesen 4 Kommentare

18. ... von Nancy nach Toul

In meiner Welt besteht Glück aus vielen kleinen Dingen. 

mehr lesen 2 Kommentare

19. ... von Toul nach Vancouleurs und Gondrecourt-le-Château

Ich gebe ja zu, dass ich an keinem Morgen weiß, wie der Tag am Abend aussehen wird. 

mehr lesen 3 Kommentare

20. ... Gondrecourt-le-Chateau - Colombey-les-Deux-Eglises - Clairvaux

Den üblichen Regen am Morgen nehme ich ohne große Emotionen entgegen. 

mehr lesen 4 Kommentare

21. ... Clairvaux - Champignol-lez-Mondville - Essoyes - Gyé-sur Seine - Ètourvy

Denkste! Von wegen fünfzig Euro! Es sind letztendlich Achtzig und ohne große Umschweife zücke ich die goldene Visacarte. 

mehr lesen 0 Kommentare

22. ... Ètourvy - Tonnere - Chablis - Auxerre

Doch leider verläuft die Umwandlung von der Regenwoche zum Hochsommer noch etwas träge, aber ich bin hoffnungsvoll.

mehr lesen 1 Kommentare

23. ... Auxerre

Es ist Sommer! Und, Auxerre muss auf jeden Fall beäugelt werden! 

mehr lesen 2 Kommentare

24. ... Auxerre - Arcy-sur-Cure - Vézelay

Der alte Mönch hebt im Schlussstein noch exorbitanter die Stimme. 

mehr lesen 0 Kommentare

25. ... Vézelay - Le Chemin

Im Land der weißen Kühe 

mehr lesen 4 Kommentare

Abschied von der Via Lemovicensis, das Meer, Bordeaux und der lange Weg nach Hause


Es ist immer gut, wenn der frühe Tag etwas frische Morgenluft bekommt. Die Temperaturen sind heute wirklich angenehm, die Unterhaltung mit Madame Leeman ist gut. Wir haben uns ein wenig über mich, dann über sie, dann übers Leben, dann übers Pilgern unterhalten. Wir haben uns einfach unterhalten, weil alle anderen noch schlafen. Ihre Tochter wird im September nach Santiago radpilgern und sie begleitet sie mit dem Smart. Smartes Pilgern, ohne Stempel und ohne Urkunde. Beiläufig erfahre ich, dass sich Peter, mein australischer Pilgerphilosoph, sich für den Nachmittag angemeldet hat. Schade das ich gehen muss. Ich möchte nächstes Jahr wiederkommen und mein Auto hier drei Wochen in ihrer Obhut parken. Guter Plan, das findet auch Madame Leeman. Jetzt, als ich gerade diese Zeilen notiere, hält die Welt buchstäblich den Atem an. Corona verschiebt meine Pläne in den Sommer 2021. Mögen alle behütet und gesund bleiben! Vom Pilgern wird meine Welt nicht heiler, aber sie wird wohltuender, angenehmer, leichter. Das hilft mir den Standpunkt zu wechseln. Obendrein geht es heute ans Meer, mit massiver Hilfe der französischen Eisenbahn. Aber, noch sind zirka fünfzehn Jakobswegkilometer in der herrlichen Hügel-Wald-Gegend versteckt. Den Weg muss ich noch finden in einsamer Landschaft. Die Chance in dieser Verlassenheit auf einen Wolf zu treffen ist wahrscheinlich größer, als einem Mitmenschen zu begegnen. Mir begegnen nur braune Kühe und farbenfrohe Schmetterlinge, die mit ihren Flügeln die Zeit verflattern. Die Kühe flattern nicht! Und wenn - dann nur in amerikanischen Filmen. 

mehr lesen 1 Kommentare

Mit dem Herzen auf der Via Lemovicensis Périgueux - Saint-Astier - Douzillac


Wie bin ich überhaupt hierhergekommen? Radfahren oder Telekinetische Fähigkeiten? Ganz sicher bin ich mir nicht. Ich sitze gerade beim Frühstück am großen Markt in Périgueux und schaue dem Treiben zu. Hier bekomme ich noch ganz viel mehr Käse zu sehen, als in Thiviers und zur Abwechslung gibt es auch schon reichlich Sonne. Das Thermometer über der Apotheke zeigt schon winzige vierzig Grade an. Morgens Halb Zehn in Frankreich. 

mehr lesen 0 Kommentare

Mit dem Herz auf der Via Lemovicensis La Coquille - Thiviers - Sorges - Périgueux


Die Vermutung, dass es noch heißer wird, ist schon zum Frühstück keine Vermutung mehr. Wenn wir es ... 

mehr lesen 0 Kommentare

Mit dem Herz auf der Via Lemovicensis: Limoges - Flavignac - Chalus - La Coquille


Das erste das mir an dem Tag weh tut, sind die neunundzwanzig Euro neunundneunzig.

mehr lesen 3 Kommentare

Auf der Via Lemovicencis: Bénévent-l'-Abbaye - Chátelus-le-Marcheix - Saint-Léonard-de-Noblat - Limoges


Der Winter ist spät gekommen. Heute zum Tag des Eisbären, liegt schließlich der Schnee, der den Namen verdient. Übermorgen ist meteorologischer Frühlingsanfang und ich grüble mal wieder übers Leben. Wir leben und wir sterben, der Kohlenstoffkreislauf ist ein endloser Kreislauf. Es ist in kürzester Zeit das dritte Mal, dass ich mich zum Abschiedsgruß auf einem Friedhof begebe. Liebe Menschen schauen nun von ihrer Wolke.  Beerdigungen sind nichts für mich. Ich möchte mich ablenken, so tun, als wäre das Passierte nicht von Bedeutung. Erinnerungen und die Lebensgeschichten bleiben, auch etwas Traurigkeit. Aber. Ich will nicht klagend durch den Tag zu stolpern! Darum verstecke ich mich hinter lauter Musik und schreibe auf, was mir vor einem halben Jahr auf der Via Lemovicensis geschah. 

mehr lesen 0 Kommentare

Cluis - Crozant - Saint-Germain-Baupre - Bénévent-l'Abbay


Linda schiebt mir zum Frühstück, duftenden in der Tasse gebrühten Kaffee und die Opferrolle zu. Sie erzählt mir. Jan trinkt und redet gerne, aber nie alleine. Wenn er aber ein Opfer findet, dann fängt er mit dem Urknall an und findet nie ein Ende. Übrigens ist Jan stolze Achtundachtzig, sonst wären auch die japanischen Truppen nicht erklärlich. Was Linda nicht weiß, ich trinke und erzähle auch gerne mal. Opfersein fetzt - gelegentlich. Tschüss ihr - Verrückten. Hoffentlich findet Jan öfters immer wieder mal ein Opfer, so machen die Lebensabende Spaß. Positives. Meine Mutter versprüht am Telefon Optimismus und das steckt an. Ferngespräche mit meiner Mutter haben zu jener Zeit immer Nebenwirkungen, wie die ständige Unruhe. Heute bleibt das weitgehend aus. Der Kaffee könnte Tote zum Leben erwecken, hat er auch. Bald hat mich die Landschaft, singt ihre Lieder, alles meine Lieblingslieder. Der Morgen ist warm, der Himmel hat seine Schäfchen, die Landschaft hat den alten Viadukt. 

mehr lesen 2 Kommentare

Chateaumeillant - La Chatre - Chateau Sarzay - Cluis


Weil, wer hat, der hat. Ich hatte alles und vor allem hatte ich gut geschlafen. Was ich nicht hatte, war ein Frühstück. Die Boulangerie die mir Maps für dem Morgen empfohlen hatte, die gab es bestimmt schon Jahre nicht mehr. Dementsprechend radle ich mit Kaffeeentzugserscheinungen durch das Berry, durch die Auvergne, dass es eine helle Freude ist. Meine reale Materie hörte auf zu radeln. Ich schwinge sanft durch weiße Kuhherden, fliege über Stoppelfelder, hörte dem Wind und den Sonnenblumen zu. Ich sehe alles, jede Kuh, jeden Halm, jeden Mistkäfer, die arbeitsame Sonne. Also doch! Akute Kaffeeentzugserscheinungen oder Sonnenstich! 

mehr lesen 2 Kommentare

Ainay-Le-Chateau - Chateaumeillant


Georg Sand war die Geliebte von Frederic Chopin. Sollte ich das wissen? Das sollte ich wissen. Vor einem halben Jahr zum Frühstück, wusste ich das noch nicht. Es war mein zweiter Tag auf der Via Lemovicensis und beim Frühstück war ich noch zu dumm und völlig ungebildet. Nach Marmeladen, einer Riesenschüssel Kaffee, Croissants und beseelter Verabschiedung von meinen Herbergseltern, traute ich mir zu, die Auvergne zu beradeln.  Vorher beschaue ich mich kritisch im Spiegel. Ich sehe richtig gut aus und noch viel attraktiver werde ich, als ich die verbrannte Haut mit französischem Panthenol besänftige. Dekoriert als Sahneschnitte passiere ich das Uhren-Tor und Altstadt, die wenigen Ureinwohner nehmen es gelassen. Das Wetter nimmt es auch gelassen und hält sich leicht bedeckt. Was will es, bei meinem Anblick, auch anderes machen. Was gut ist. 

mehr lesen 0 Kommentare

Nevers - Ainay-le-Cháteau

Es ist Februar und draußen stürmt gerade Orkan Sabine den letzten Schnee weg. Schnee, der ungenügend da ist. Perfektes Wetter um Gedanken in die Tastatur zu tippen. Richtig heißt es wohl, Sturm mit orkanartigen Böen. Jedenfalls stürmt es gewaltig und pfeift lautstark durch die Lüftungsrohre. Gedanken rasen orkanartig daher, dass ich mit notieren kaum hinterherkomme. Orkanartig wirbeln sie umher. Auf alle Fälle verwerte ich die Stichpunkte, die ich vor einem halben Jahr aufs Papier kritzelte. So werde ich das schlechte Wetter schreibend rumkriegen. Das Gute an schlechtem Wetter ist doch offenkundig, es wird danach wieder besser. Meistens!

mehr lesen 0 Kommentare

Ein ungekürzter Director's Cut

Unterwegs auf dem Jakobsweg. Denkst du unterwegs! Denkst du bunt. Da ist das Leben wie in ein anderes Licht getaucht und fühlst in allen vorstellbaren Färbungen. Schön wäre es sowieso! 

mehr lesen 0 Kommentare

Abschied von der Via Lemovicensis, das Meer, Bordeaux und der lange Weg nach Hause


Es ist immer gut, wenn der frühe Tag etwas frische Morgenluft bekommt. Die Temperaturen sind heute wirklich angenehm, die Unterhaltung mit Madame Leeman ist gut. Wir haben uns ein wenig über mich, dann über sie, dann übers Leben, dann übers Pilgern unterhalten. Wir haben uns einfach unterhalten, weil alle anderen noch schlafen. Ihre Tochter wird im September nach Santiago radpilgern und sie begleitet sie mit dem Smart. Smartes Pilgern, ohne Stempel und ohne Urkunde. Beiläufig erfahre ich, dass sich Peter, mein australischer Pilgerphilosoph, sich für den Nachmittag angemeldet hat. Schade das ich gehen muss. Ich möchte nächstes Jahr wiederkommen und mein Auto hier drei Wochen in ihrer Obhut parken. Guter Plan, das findet auch Madame Leeman. Jetzt, als ich gerade diese Zeilen notiere, hält die Welt buchstäblich den Atem an. Corona verschiebt meine Pläne in den Sommer 2021. Mögen alle behütet und gesund bleiben! Vom Pilgern wird meine Welt nicht heiler, aber sie wird wohltuender, angenehmer, leichter. Das hilft mir den Standpunkt zu wechseln. Obendrein geht es heute ans Meer, mit massiver Hilfe der französischen Eisenbahn. Aber, noch sind zirka fünfzehn Jakobswegkilometer in der herrlichen Hügel-Wald-Gegend versteckt. Den Weg muss ich noch finden in einsamer Landschaft. Die Chance in dieser Verlassenheit auf einen Wolf zu treffen ist wahrscheinlich größer, als einem Mitmenschen zu begegnen. Mir begegnen nur braune Kühe und farbenfrohe Schmetterlinge, die mit ihren Flügeln die Zeit verflattern. Die Kühe flattern nicht! Und wenn - dann nur in amerikanischen Filmen. 

mehr lesen 1 Kommentare


Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.