· 

Nachts wenn alles schläft.


Nächtliche Stunden schlage ich zeitweise mit bequemem Wachsein tot. Viel neues bringt so eine Nacht ja auch nicht. Bis Mitternacht Garagenblues und Nachdenken, nach Mitternacht ein knappes Stündchen schlechter Schlaf mit komischen Träumen. Dann Aufstehen, herummarschieren, nachdenken, Kühlschrank, manchmal ein paar Sätze schreiben. Spätestens um Drei klappt es dann doch noch mit Schlafen und anderen komischen Träumen. Viel Neues bringt so eine Nacht auch nicht, oder doch. Ein Verlag hat mich angeschrieben und möchte die Rechte an einen meiner Fotos erwerben. Die Nachricht bringt mich kurzweilig zu besserer Laune. Es stimmt alles was man mir vorwirft und stimmt dennoch nicht, wie ich es besser weiß oder eben nicht weiß. So viele Möglichkeiten oder Unmöglichkeiten könnte, möchte, sollte ich tun. Das einzig Konsequente an mir ist meine konstante Inkonsequenz. Sapere aude! Inkonsequenz, ja das kann ich gut und es wird mir noch ein paar schlafarme Dunkelheiten bereiten. Eine Freundin schrieb den schönen Rat: „Wenn man mit den Gedanken in den Keller geht, sollte man das Licht anmachen!“ Warum eigentlich nicht? Bin ich nicht von Nürnberg in die Schweiz geradelt und hatte ich nicht unzählige schöne Momente in diesem Schaltjahr? Das kann mir doch keiner nehmen und statt den Kühlschrank nach Kalorientauglichkeit zu überprüfen schaue ich mir die Bilder an und werde die Buchstaben meiner kleinen Reisen zu Wörtern formen. Jetzt bin ich mal gespannt, wie es im Leben weitergeht.


Kommentar schreiben

Kommentare: 0