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Kleine Wallfahrt nach Stelzen


­čśŐ┬áVielleicht war es die ├ťberf├╝llung von Koffein in meinen Adern, vielleicht auch nur einfacher Unternehmungsgeist, m├Âglicherweise aber der Drang mal wieder die Jakobsmuschel auf blauen Grund zu sehen. Anst├Ąndige Einf├Ąlle kommen selten alleine, ich k├Ânnte dem Lutherweg benutzen um zur Muschel zu kommen und gleichzeitig einen wahren Kraftort besuchen. Um die Itzquelle am Ble├čberg ranken sich einige Legenden, war doch der Quell ein kleines┬áLourdes im Th├╝ringer Wald, die Leute kamen aus nah und fern. ÔÇ×Der Quell aus meines Berges Grund macht kranker Menschen Leib gesund.ÔÇť So steht es in der Sage aus der Feder von Ludwig Bechstein. Mit der Reformation, wurde das Wallfahren verp├Ânt und das kleine Stelzen und die Itzquelle gerieten in Vergessenheit. Nun kann man auf dem Lutherweg durchs Th├╝ringer Land pilgern, obwohl Luther selbst das Pilgern f├╝r "Narrenwerk" hielt. Das will ich nicht weiter bewerten und bin mit meinem Rad einfach losgepilgert. Ich wurde vom Weg mit bestem Wetter und erfreulichsten Fr├╝hling empfangen. Von der Haust├╝re ging es los: An meiner Lieblingstalsperre entlang nach Sch├Ânbrunn, in den Bibergrund, nach Biberschlag, Einsiedel, Waffenrod, Hirschendorf und Sachsenbrunn. An der Tanzlinde an der Werrabr├╝cke in der Ortsmitte von Sachsendorf, verlasse ich den Lutherweg und radle durchs wellige Schaumburger Land nach Stelzen. An der Wallfahrtskapelle Maria-Hilf direkt neben der Quelle finde ich die Muschel. Vor drei Jahren, auf meiner spontanen Pilgerfahrt nach N├╝rnberg, zwischen Chemo und Operation, kam ich den Ble├čberg herunter und radelte damals durch den Froschgrund in das bierselige Franken. Zwei Jakobswege habe ich angefangen und keinen zum Happyend. Einer f├╝hrte mich nach Okzitanien und der zweite nach N├╝rnberg. Beide werde ich bestimmt zu Ende bringen. Versprochen! Zur├╝ck ging meine kleine Wallfahrt zur Werraquelle, zur Eisfelder Ausspanne, zum Rennsteig und ├╝ber Masserberg, der Teufelsbuche, den alten Grenzweg zur├╝ck zur Haust├╝re.┬á­čśŐ┬áEs war soo sch├Â├Â├Â├Ân. Ultrea Ulli.


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